03 Juli, 2015

Interior | Mein Esszimmer - Teil 1



Ich möchte euch gerne unser Esszimmer, oder besser gesagt, unseren Essbereich vorstellen. Seitdem wir vor etwa vier Jahren in dieses Haus gezogen sind, habe ich es noch nicht geschafft es einheitlich...na ja...einfach schön zu gestalten. Was die Einrichtung angeht, haben wir sowieso vieles vor uns hergeschoben, mit der Begründung, dass wir schließlich Kinder haben und deshalb "quadratisch, praktisch, gut" das Nonplusultra ist. Denn mit Kindern wie in einem Einrichtunghaus oder gar einem Museum zu leben, darauf hatten wir keine Lust.



Heute denke ich irgendwie anders. Warum, weiß ich auch nicht, aber ich finde, dass man auch mit Kindern einen gewissen Stil leben kann. Und außerdem war vor kurzem der Zeitpunkt erreicht, an dem mich dieses Holz-Durcheinander einfach nervte. Leider ist mir eine Komplett-Umgestaltung auf einmal zu teuer, also habe ich mir vorgenommen, den Essbereich und auch die anderen Bereiche, Stück für Stück zu verändern. Den "Roten Faden" zu finden, der sich durch die Räume zieht.

Aber sehen wir uns erstmal die Probleme des Essbereiches an:



Der alte Ikea-Tisch hat uns schon gute Dienste geleistet und im Laufe der Jahre ganz schön viel ausgehalten. Früher fand ich das Naturholz schön, doch mittlerweile sind einige Narben, die so ein Familienleben manchen Möbelstücken zufügt, zurückgeblieben. Und da ich keine Tischdecken mag, wirkte jede noch so liebevoll gestaltete Dekoration einfach trostlos und deplatziert.

Die Zusammengewürfelten Stühle, teilweise bei Ebay ersteigert, passten auch nicht mehr zu den anderen Möbeln. Und ich frage mich, welcher Teufel uns vor etwa drei Jahren geritten hat, als wir uns diese Bauernbank kaufen mussten. Sie ist grundsätzlich schön und praktisch, aber nicht wirklich unser bevorzugter Stil. Nun ja, jetzt ist sie erstmal da...

Der Schrank im Hintergrund diente nach dem Einzug eigentlich als die berühmt-berüchtigte Zwischenlösung, ist ein Erbe meiner Großmutter und ich fand ihn von Anfang an hässlich...ja ja...kennt doch jeder, oder? Diese Zwischenlösungen, die sich einfach in unsere Köpfe einbrennen, bis wir sie für selbstverständlich halten und nicht mehr auf den Gedanken kommen, uns nach etwas Passenderem umzusehen.

Dieser alte Stuhl dient nur noch als Regal für meine Lieblingskochbücher und die Stifte meines Sohnes

Mein Träumchen sind ja edle Vitra Stühle, doch mit Holzgestell und in vierfacher Ausführung einfach zu teuer. Also haben wir uns in den Retrosalon in Köln aufgemacht. Wer schon mal dort gewesen ist, der kann mich sicherlich verstehen, als wir mit leuchtenden Augen durch die Etagen voller Vintage Möbel und Wohnaccessoires schlenderten. Sehr schnell haben wir unsere Stühle gefunden. Superbequem und auch noch vier an der Zahl.
Genau daneben stand der passende Esstisch. Ich erstmal eine Runde Schnappatmung, doch die verwandelte sich schnell in Atemlosigkeit, als ich das Schild "Verkauft" erblickte. Ihr könnt euch meine Enttäuschung vorstellen, oder? Natürlich gab es noch mehr wunderschöne Tische, doch sie waren alle zu klein. Eine große Familientafel ist uns nämlich sehr wichtig.


Jetzt kommt auch der schöne Kerzenständer von Applicata richtig zur Geltung


Zu Hause angekommen mussten wir feststellen, dass die neuen Stühle jetzt überhaupt nicht mehr zum Tisch und dem Rest passten. Ich schob den ganzen Tag Frust, bis ich mich entschloss den Tisch erstmal in der Farbe der Stuhlbeine zu lackieren.

Eine Woche und fünf Schichten Lack später, hatten wir einen anthrazitfarbenen Tisch, der den chaotischen Stilmix entkräftete und sich prima den Stühlen und unseren schönen Lampen anpasste.

Das Bild an der Wand habe ich vor Ewigkeiten selbst gemalt...leider haben wir uns auch daran schon satt gesehen



Ob die Bauernbank jetzt besser dazu passt? Hmm...eher nicht, aber bis ich keine andere Lösung gefunden habe, bleibt sie erstmal stehen.



Wie findet ihr die erste Umgestaltung? Die Stühle sind richtig toll und waren auch nicht teuer und für den ganzen Tisch reichte eine Dose Lack aus dem Baumarkt. Wir haben mit ziemlich geringem finanziellem Einsatz schon viel Veränderung erreicht und optisch Ruhe in den Essbereich gebracht.

Demnächst wird gestrichen und auch der Schrank muss, ob er will oder nicht, irgendwie dran glauben.

Also...Fortsetzung folgt...


Habt einen schönen Tag
Monika

Kommentare:

  1. Hi Monika,
    ich sach nur geilomatistisch!
    Der Tisch gefällt mir jetzt super gut und die neuen Stühle passen übrigens jetzt auch toll
    zu dem Erbstück Deiner Großmutter! Zusammen mit den Leuchten von Ikea ein stimmiges Bild wie ich finde!

    Liebe Grüße,
    Moni

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  2. Huhu! Das erste, was mir bei den "Vorher Bildern" durch den Kopf schoss war: wo ist die Lackdose, gg.
    Die Stühle sind der Knaller, finde ich großartig. Und ich bin begeistert von dem Tisch! Ich mag es total, wenn man etwas mit wenig Aufwand umgestaltet. Und praktisch sind die Tische ja nun mal auch. Die Bank finde ich im übrigen super. Ist sie denn bequem? Denn dann würde ich sie behalten und in dem gleichen Grau lackieren... Und der Schrank ist doch toll! Zu dem würde mir spontan einfallen: lackiere das innere weiß oder hellgrau und stell hübsches Geschirr statt des Sammelsoriums rein :-) Ich könnte mir vorstellen, dass er euch dann super gefällt. Oder ist er euch einfach nur zu groß?
    Der Kerzenleuchter gefällt mir auch total gut. Hach...
    LG

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  3. Die Umgestaltung ist dir echt super gelungen. Ich fidne den Tisch einfach traumhaft!!
    Liebe Grüße
    Angela

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  4. Huhu Monika!
    Ist das dieser Störnas-oder-wie-auch-immer-der-heißt-Tisch von Ikea?
    Ich hab den ja auch und mir gefällt dir Oberfläche auch nimmer... Ich glaube, ich muss die auch lackieren weil deiner sieht meeeeega aus!!!!
    Daumen hoch!!!
    Liebe Grüße
    Nina

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    1. Liebe Nina, wie unser Tisch hieß, weiß ich leider nicht mehr. Es war nicht der Störnas-oder-wie-auch-immer :-D. Unser Tisch ließ sich nur auf 2 Meter ausziehen. Diesen Tisch müssen wir aber schon 2002 oder so gekauft haben... Ganz liebe Grüße <3

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