09 März, 2015

Ghee - DER Allrounder als gesunde Alternative zur Butter



Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr war, mich gesünder zu ernähren. Doch es ist nicht nur wichtig z.B. mehr Obst, Gemüse und Fisch zu essen, sondern auch die Zubereitungsweise sollte geändert werden. Als ich mich vor einigen Jahren etwas intensiver mit Ayurveda beschäftigt habe (da kam wieder der Inputjunkie in mir durch, ihr wisst schon ;-) ), bin ich an keinem Gericht ohne Ghee vorbei gekommen.





Für diejenigen, die Ghee nicht kennen: Es ist geklärte Butter...also quasi reines Fett, dem Wasser, Milchzucker und Eiweiß entzogen wurde. Im Gegensatz zur normalen Butter gilt Ghee als cholesterinsenkend, soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, Leber und Bauchspeicheldrüse aktivieren und auch für Laktose-intolerate Menschen verträglich sein. Es gibt noch eine unglaublich lange Liste von anderen Krankheiten, Allergien und Unverträglichkeiten, bei denen dieses Allround-Mittel hilft, denn nicht umsonst gilt es in Indien seit Jahrtausenden als ein Wundermittel und Lebenselixier.  So sehr es sich nach einem Märchen aus dem Morgenland anhört, mittlerweile sollen viele klinische Studien die Heilwirkung von Ghee bewiesen haben. Falls ihr noch mehr Infos haben wollt, einfach bei Google "Ghee" eingeben und schon erhaltet ihr eine Vielzahl von Informationsseiten.

Mein persönliches Problem sind eigentlich immer der Cholesterinwert und die Verdauung, weshalb ich in Zukunft auf die geliebte Butter beim Braten verzichten werde. Hinzu kommt, dass es den Speisen durch seinen nussigen Geschmack eine besondere Note verleiht.



Leider ist Ghee im Handel nicht gerade günstig, deshalb lohnt es sich es selbst herzustellen. Die einzigen Zutaten, die ihr braucht sind

Bio Süßrahmbutter (ist eigentlich in jedem Supermarkt erhältlich)
einen Topf
ein Sieb
und Küchenpapier
ein luftdicht verschließbares Gefäß (Ein ausgekochtes Glas mit Schraubverschluß, noch besser ein Tongefäß)

und etwas Geduld. Ich stelle Ghee meistens her, wenn ich sowieso in der Küche beschäftigt bin, sodass ich alles im Auge behalten kann.




Die Butter wird erst langsam im Topf zum Schmelzen und dann auf mittlerer Stufe zum KÖCHELN gebracht. Das ist wirklich wichtig, dass ihr NICHT mit Vollgas arbeitet, sondern der Butter Zeit lasst, so dass gerade eben die Bläschen zu erkennen sind. Und es wird nicht darin rumgerührt!

Ziemlich schnell bildet sich ein weißer Schaum auf der Oberfläche. Das sind dann die genannten Rückstände, die sich vom Fett trennen. Die Butter wird so lange gekocht, bis absolut kein Wasserdampf mehr aufsteigt und sich am Boden eine goldbraune Kruste bildet.

In das Sieb legt ihr ein Küchenpapier und filtert das Ghee in das Glas oder einen anderen Behälter.
Im heißen Zustand ist es goldgelb und ganz klar. Sobald es abgekühlt ist, wird es fest und heller.




Durch das Klären ist Ghee für höhere Temperaturen, also auch zum Frittieren geeignet. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß hält es sich außerhalb des Kühlschranks einige Monate.

!Wichtig! Immer einen sauberen Löffel benutzen, denn Rückstände anderer Speisen können zu Schimmelbildung führen!




Wagt euch daran, denn es ist wirklich sehr einfach, viel günstiger als ein gekauftes Produkt und natürlich eine sehr gesunde Alternative zur Butter!

Bleibt gesund
Monika