27 Juli, 2014

ICH BACKS MIR - Tarte Tatin gesketched



Heute gibt es mal etwas ganz anderes für das ICH BACKS MIR...-Thema von Clara von Tastesheriff . Nein, eigentlich ist es nicht anders, sondern in einer ungewöhnlichen Form. Ines von Pheminific hat mich netterweise ein bisschen "herausgefordert" ein Rezept in Form einer Sketchnote zu schreiben/zeichnen. Einerseits überkam mich Panik, andererseits war ich schnell an meiner Ehre gepackt...Schaffe ich es? Schaffe ich es nicht? Hmm...eigentlich kann es ja nicht sooo schwer sein, dachte ich.


Clara hat für Juli als Thema "Sommerrezepte" angegeben. Im Sommer backe ich eigentlich nicht so gerne, da mir die meisten Kuchen bei hohen Temperaturen zu mächtig sind. Das einzige, das ich immer essen könnte, ist eine klassische Tarte Tatin. Ich hoffe, die meisten von euch haben schon davon gehört. Wenn nicht, hier ein kurzer Abriss:

Angeblich hat eine der betagten Schwestern Tatin im 19 Jhd. einen Apfelkuchen ohne Boden in den Ofen geschoben. Sie behob das Malheur, in dem sie den Teig einfach oben drauf legte und nach dem Backvorgang den Kuchen umdrehte. In den 20er Jahren fand das Rezept dann seinen Weg in das berühmte Pariser Restaurant Maxim's. Was davon stimmt, weiß man heute nicht. Die Schwestern Tatin gab es aber wirklich.

Eine Tarte Tatin besticht durch seine Einfachheit. Nichts desto trotz, war das Sketchen dieses Rezepts alles andere als einfach. Ich entschuldige mich für die Konzentrationsschwäche..(ein Ei = zwei Farben u.a.), aber wahrscheinlich ist es euch gar nicht aufgefallen? #lalala ;) .

Versucht einfach durchzublicken, ich bin gespannt, ob ich klar genug gezeichnet habe. Viel Spaß auf der Sketch-Rezept-Entdeckungsreise.

Los geht es mit den Zutaten:








Na, alles verstanden? Es war wirklich nicht einfach und ich bin auch nicht sicher, ob es eine echte Sketchnote ist, aber für das erste Mal bin ich sehr zufrieden. Und Spaß gemacht hat es auch. Doch keine Sorge, hier das Rezept auch in Schriftform.

Der Teig (Kitchen Aid Rezept - Flachrührer):

200g Mehl mit 1/2 TL Salz und 100g kalter Butter in Stückchen zusammenrühren, bis eine krümmelige Konsistenz entsteht. Dann fügt ihr 1 verqirltes Ei, 1-2 EL geeistes Wasser und 1TL Zitronensaft hinzu. Es wird so lange geknetet, bis ein flexibler Mürbeteig entsteht, der nicht klebt. In Frischhaltefolie gewickelt kommt er dann für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank 

Für den Belag:

Äpfel schälen und vierteln. Die Form/Pfanne auf den Herd stellen und 100g Zucker mit 80g Butter erhitzen, bis der Zucker leicht karamellisiert. Dann die Äpfel mit der Schnittkante (der gewölbten Seite) nach oben, dicht an dicht nebeneinander in die Pfanne legen und eventuell leere Stellen mit kleinen Apfelstückchen füllen. Wieder auf den Herd stellen und etwa 10 Minuten in dem Karamellsud garen. 

In der Zwischenzeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach rollen und vorsichtig auf die Äpfel legen. Den überstehenden Rand zwischen die Form und die Äpfel drücken, so dass die Früchte ganz umschlossen sind.




Im vorgeheizten Ofen (220 Grad bei Oder- Unterhitze), zweite Schiene von unten, ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen!!! Dann eine passende Servierplatte auf die Backform/Pfanne legen beides seitlich festhalten und mit Schwung!! umdrehen!! Traut euch, es funktioniert! ;) . 

Backform runternehmen und VOILÀ, fertig ist die Tarte Tatin.


Spätestens in dem Moment, in dem man die Form von der Tarte nimmt, weiß man, das richtige Rezept erwischt zu haben.


Wer möchte, darf natürlich gekühlte Schlagsahne dazu servieren.


Viel Spaß und habt einen schönen Tag.
Monika

P.S. Werdet nicht ungeduldig und versucht nicht den Kuchen, ohne ihn ruhen zu lassen, zu drehen. Die Karamellsoße ist noch nicht fest genug...äh..ich hätte euch gerne Fotos von meiner "karamellisierten" Küche gezeigt... ;) .